ritter thomas                           schmidt lioudmila   

         Thomas Ritter                                                       Lioudmilla Schmidt

  Verbandvorsitzender                                                2. Verbandvorsitende

 

 

alpert sandra                           foerster bengt

Sandra Alpers Koordination (hauptamtl.)                           Bengt Förster

Geschäftsführerin (ehrenamtl.)                                      Politik und Bildung

 

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             Thomas Sodomann                                                    Sybille Deister

              Beauftr. für den                                                Beauftragte für Inklusion

       Landesbehindertenbeirat

                                      

 

Hier können sie die Ziele, Berichte und Ergebnisse der

geleisteten politischen Verbandsarbeiten lesen.

 

News:

 

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Liebe Eltern,
ich bin Beauftragter für Bildung und Politik im Gehörlosenverband Niedersachsen e.V. und selbst Vater zweier schwerhöriger Kinder.
Wir vom Gehörlosenverband bemühen uns seit Jahren, dass die Bildung bei tauben und schwerhörigen Kindern auch mit Gebärdensprache angeboten werden muss.
Um unsere politischen Aktivitäten mit DGS in der Bildung zu untermauern, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen könnten.
Eine Möglichkeit wäre, wenn Sie mir einen persönlichen Bericht zuschicken könnten, in dem Sie begründen würden, warum DGS für Ihr Kind sowohl in der Familie als auch in der Vorschule / Schule wichtig ist.
Wenn wir zahlreiche Berichte von Ihnen haben, dann würden unseren politischen Ambitionen nicht nur aus der Perspektive als „selbstbetroffene“ taube Erwachsene, also wir vom Gehörlosenverband, sondern auch die der Eltern verstärken.
Gerade Ihre persönlichen Eindrücke geben sicherlich sehr wichtige Hinweise darauf, wie wichtig die Gebärdensprache für die persönliche Entwicklung Ihres Kindes ist.
Wenn Sie selbst auch aktiv sein möchten und Politiker anschreiben, dann können wir Sie nur unterstützen. Je mehr sich für die Deutsche Gebärdensprache einsetzen möchten, umso gewichtiger können wir unsere Forderungen einbringen und hoffentlich zeitnah Umsetzungen erreichen.

Unsere konkreten Forderungen sind derzeit:
Curriculum Deutsche Gebärdensprache (DGS) für Niedersachsen
Einbettung des Unterrichtsfaches DGS in die Stundentafel
Taube und schwerhörige DGS-Lehrkräfte
Aber auch – kostenfreie DGS-Förderangebote für Eltern und taube / schwerhörige Kinder im Vorschulalter.

Wenn Sie mir persönlich schreiben möchten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, mit freundlichen Grüßen
Bengt Förster

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Würde der tauben und schwerhörigen Menschen beachten

 

Der Gehörlosenverband Niedersachsen ist die Interessenvertretung der Gehörlosen,
Hörbehinderten und der Gebärdensprachgemeinschaft in Niedersachsen und steht für eine
Gesellschaft der Vielfalt, in den sich unterschiedliche kulturelle, sprachliche und individuelle
Zugehörigkeiten entfalten können.
Laut unserer Satzung unterstützen wir die Gehörlosen in sozialer, wirtschaftlicher und beruflicher
Hinsicht. Darüberhinaus verpflichtet sich der Gehörlosenverband der religiösen und
weltanschaulichen Toleranz.
Für unsere Arbeit bedeutet das, dass wir uns für ein zufriedenes und selbsterfülltes Leben tauber
und schwerhöriger Mitmenschen in Niedersachsen einsetzen. Auch das Recht auf
Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe muss gewahrt bleiben.
Das im Grundgesetz verankerte Grundrecht gilt in gleicher Weise auch für taube und schwerhörige
Menschen: Die Würde des Menschen ist unantastbar.


In unserem Verband sind Menschen Mitglieder, mit ganz unterschiedlichen Hörbehinderungen und
mit individuellen Lebensperspektiven. Viele nutzen Formen der Hilfsmittel wie Hörgeräte oder
Cochlear Implantate, andere sind auf Braille oder taktile Gebärden angewiesen, aber uns eint, dass
wir die Deutsche Gebärdensprache (DGS) für unsere entspannte Kommunikation nutzen und diese
auch pflegen.


Für uns ist ebenso wichtig, dass taube und schwerhörige Kinder in den Genuss der Verwendung
Deutscher Gebärdensprache (DGS) kommen und mit dieser Sprache Bildung erfahren. Mittlerweile
gibt es viele Untersuchungen, die belegen, dass ein selbständiges Leben mit DGS möglich ist und
über ein bilinguales Förderkonzept, die deutsche Lautsprache sehr erfolgreich erworben werden
kann.


Hierbei ist es unerheblich, ob die tauben und schwerhörigen Kinder und Jugendliche hörtechnische
Hilfsmittel (Hörgeräte, Cochlear Implantate u.a.) verwenden oder nicht.


Wir verurteilen aufs Schärfste, dass das Taubsein in Deutschland und in Niedersachsen in so
negativer Weise behandelt wird, dass sogar staatliche Behörden eingeschaltet werden, um
Entscheidungen hierfür zu treffen.
Auf der anderen Seite finden wir es höchst befremdlich, dass Angebote und Therapieformen für
Hörbeeinträchtigungen als Druckmittel instrumentalisiert werden und betroffene Menschen in
unnötigerweise Weise verunsichert werden.


Wir beziehen uns konkret auf den aktuellen Fall aus dem Raum Südniedersachsen, bei der taube
Eltern mit einem tauben Kind zu einem Gerichtstermin verpflichtet wurden, da sie ihrem Kind kein
Cochlea Implantat einsetzen lassen wollen.
Das Städtische Klinikum Braunschweig wirft den Eltern eine drohende Kindeswohlgefährdung durch
die Ablehnung der Implantation vor und hat zur Anhörung das Amtsgericht eingeschaltet. Dieser
Vorgang bedeutet auch eine Überprüfung des Sorgerechts tauber Eltern gegenüber ihrem Kind.
Die Begründung lautet: „Durch die Verweigerung der CI-Behandlung (Cochlea Implantationen) ist
eine erhebliche nachhaltige und schwerwiegende Schädigung mit Sicherheit voraussehbar. Das
Kind wird voraussichtlich im sozialen Leben, insbesondere in seiner späteren Berufswahl
eingeschränkt sein. Das Kindeswohlprinzip verlangt den Vorrang der Kinderinteressen vor denen
aller anderen Beteiligten.“


Der Gehörlosenverband Niedersachsen ist schon aufgrund der Tatsache, dass ein Verfahren zum
Kindeswohlprinzip aus oben genannten Gründen eingeleitet wurde, völlig sprachlos. Wir kennen
zwar nicht die weiteren Hintergründe der Vorgänge, aber allein die Begründung macht den Eltern
mit einem tauben Kind unnötig Angst:
Taubsein scheint so negativ verankert zu sein, dass das soziale und berufliche Leben ohne
Cochlea Implantat nicht möglich wäre.


In Niedersachsen und in ganz Deutschland existieren viele Gemeinschaften, Vereine und
Treffpunkte tauber Menschen, viele ohne und viele mit Cochlea Implantat. Viele Menschen ohne
Cochlea Implantat haben einen Schulabschluss, sogar Abitur und gehen einer geregelten Arbeit
nach. Das Spektrum der Lebenswelt tauber und schwerhöriger Menschen ist in Deutschland so
groß, dass wir mit Sicherheit davon ausgehen können, dass keine nachhaltigen und
schwerwiegenden Schädigungen wegen eines fehlenden Cochlea Implantats vorliegen.
Wir verweisen auf die Stellungnahme des Deutschen Gehörlosen-Bundes von 2006 „[...] zur
Cochlea Implantat-Versorgung hörgeschädigter Kinder“ und möchten in aller Deutlichkeit betonen,
dass die Entscheidung für eine Implantation nicht durch Behörden, Gerichte bzw. Jugendämter
entschieden werden darf, sondern allein durch die Eltern.
Allein, dass das Verfahren über ein Gericht angestoßen wurde ist absolut fraglich. Die Beurteilung
einer Kindeswohlgefährdung durch die Verweigerung einer Implantation stellt sich unseres
Erachtens gar nicht.

Der Gehörlosenverband Niedersachsen fordert alle Beteiligten auf, das Verfahren zur Überprüfung
der Kindeswohlgefährdung der tauben Eltern gegenüber sofort einzustellen und weiteren
psychischen Druck auf die Familie zu unterlassen.

Gehörlosenverband Niedersachsen e.V.                                                              November 2017

 

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AKTIONSPLAN
INKLUSION
NIEDERSACHSEN
für die Jahre 2017 und 2018

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In dem Landes-Aktions-Plan geht es um Inklusion.

Inklusion heißt:


- Alle Menschen sollen überall mitmachen können.
Menschen mit und ohne Behinderungen.


- Alle Menschen sollen überall dabei sein können.
Menschen mit und ohne Behinderungen.


- Es soll keine Hindernisse für Menschen mit Behinderungen geben.

 

Hier eine Auswahl der Maßnahmen:

Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen am allgemeinen Arbeitsmarkt

Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr

Barrierefreies Wohnen

Stärkung der Bewusstseinsbildung

Barrierefreier Zugang zu behördlichen Informationen

Barrierefreier Internetauftritt der Landesregierung

Barrierefreiheit von Veranstaltungen des Landes

Mehr Infos in leichter Sprache, hier

 

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Stellungnahme zum

Entwurf zum Niedersächsischen Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (NBTG)“

sowie

Maßnahmen zur Inklusion tauber und schwerhöriger Menschen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Als Interessenvertretung der Gehörlosen, Hörbehinderten und der Gebärdensprachgemeinschaft halten wir es grundsätzlich für sinnvoll, dass das Niedersächsische Behindertenteilhabegesetz (NBTG) überarbeitet werden soll.

Der Gehörlosenverband Niedersachsen steht für eine Gesellschaft der Vielfalt, in der unterschiedliche kulturelle, sprachliche und individuelle Zugehörigkeiten sich entfalten können.

Diese Perspektive sollte sich auch im NBTG wiederfinden.

Allerdings sind wir auch der Auffassung, dass das Land Niedersachsen die Verantwortung gegenüber den Menschen mit Behinderungen als Teil unserer Gesellschaft ernst nehmen muss und deren Anliegen noch mehr und durch regelmäßige Kommunikation mit allen unterschiedlichen Gruppen umzusetzen hat.

In NBTG sehen wir einen Baustein von vielen, um Partizipation und Teilhabe für alle zu verwirklichen.

§2 Kommunen mitberücksichtigen!

Nach § 2 werden unserer Interpretation nach – dem Geltungsbereich – lediglich die Öffentlichen Stellen als Einrichtungen des Landes, sowie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen unter der alleinigen Aufsicht des Landes berücksichtigt.

Eine große Lücke ist die Regelung für Einrichtungen auf der Ebene der Kommunen. Wir halten es für notwendig, dass Maßnahmen zur Teilhabe und Partizipation für Menschen mit Behinderungen nach dem NBTG in allen öffentlichen Einrichtungen des Landes einbeziehen muss.

§ 6 Gebärdensprache und andere Kommunikationsformen stärken

Für den Gehörlosenverband Niedersachsen ist die Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache als eigenständige Sprache ein zentrales Anliegen, das vom Grundsatz her mit anderen gesetzlichen Regelungen noch erweitert werden muss.

Das Land Niedersachsen kann stolz darauf sein, dass mit der Gebärdensprachgemeinschaft eine weitere sprachliche und kulturelle Gemeinschaft existiert, die eine Vielfalt der Gesellschaft bestätigt und die auch gepflegt werden muss.

Die Hervorhebung der Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache im Rahmen des NBTG ist auch notwendig, da die auf Bundesebene festgelegte Anerkennung nicht automatisch auf Landeszuständigkeiten übertragen werden kann.

Es ist aber weiterhin wichtig, dass Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigungen auch andere Kommunikationsformen zu verschiedenen Anlässen in Anspruch nehmen können und dies mit staatlicher Unterstützung.

Zu Absatz 4) sei zusätzlich angemerkt, dass Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigungen im Hochschulbereich nicht nur bei den Prüfungen sondern vor allem im Studienverlauf selbst, in den verschiedenen Seminar-, Vorlesungsveranstaltungen usw. , auf die im § 6 erwähnten Kommunikationsformen angewiesen sind. Auch hier muss die barrierefreie Kommunikation sichergestellt sein.

§ 17 regelmäßige Berichterstattung

Die im NBTG beschriebene einmalige Berichtsverpflichtung der Landesregierung gegenüber dem Landtag halten wir für wirkungslos in der Verantwortung für Menschen mit Behinderungen als Bürger des Landes Niedersachsen.

Wir sind der Auffassung, dass die nach dem NBTG umgesetzten Maßnahmen immer wieder neu überprüft und bewertet werden müssen und zwar in einem festgelegten Zeitraum von alle 3 Jahre.

Zusammenfassende Bewertung

Seit dem In-Kraft-Treten des Gleichstellungsgesetzes für Menschen für Behinderungen 2008 haben sich aus der Sicht des Gehörlosenverbandes Niedersachsen keine wesentlichen Verbesserungen ergeben. Im Gegenteil: In manchen Bereichen wie z.B. die Kostenregelung für Gebärdensprach-dolmetscher ist verkompliziert worden und führte zu höheren Hürden einer Teilhabe für taube und schwerhörige Menschen.

Auch wenn der NBTG hier eine indirekte Rolle spielt, ist festzuhalten, dass der Einbezug der Deutschen Gebärdensprache im Bildungsbereich trotz ständiger Hinweise seit vielen Jahren nicht vom Land Niedersachsen forciert wurde. Dieses ständige Ignorieren bedauert der Gehörlosen-verband Niedersachsen sehr und bestätigt das schiefe Bild einer Vielfalt, in der aber kleine Gruppen außen vor bleiben.

Zudem stellt sich immer wieder die Frage, inwieweit eine politische Teilhabe für Menschen mit Behinderungen realisiert werden soll, wenn die kommunikativen Rahmenbedingungen vom Land nicht geklärt und dadurch taube und schwerhörige Menschen im Austausch mit staatlichen Einrichtungen aber auch mit politischen Vertreter eingeschränkt sind.

Der Entwurf des NBTG insgesamt erfüllt aus den oben genannten Gründen nicht unsere Erwartungen und muss außerdem vor der extrem verkürzten Anhörungsfrist gesehen werden.

Gehörlosenverband Niedersachsen e.V. Mai 2017

 

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Berufsverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen Landesverband Niedersachsen (BDH)

Deutscher Schwerhörigenbund Landesverband Niedersachsen e.V. (DSB)

Gehörlosenverband Niedersachsen e. V. (GVN)

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Stellungnahme zum

Rahmenkonzept zur Weiterentwicklung der inklusiven Schule

Antrag der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/ Die Grünen, Drucksache 17/6409

                                                                                                   

Der Berufsverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen Landesverband Niedersachsen (BDH), der Deutscher Schwerhörigenbund Landesverband Niedersachsen e.V. (DSB) und der Gehörlosenverband Niedersachsen e.V. (GVN) begrüßen und unterstützen die vorgesehene Einführung und Weiterentwicklung inklusiver Schulen in Niedersachsen.

                

Mehr Infos, hier            

 

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